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“Erderwärmung, Treibhauswelt und Schadstoffemissionen machen Schluss mit der kollektiven Bewusstlosigkeit. Ideale der 68er Jahre und Utopien von einer besseren Welt bekommen wieder Bedeutung, seit Endzeitszenarien des Klimawandels auch politische Sprengkraft erreicht haben. Weltveränderung ist möglich? Spielzeit Europa - die viermonatige Saison hochkarätiger und außergewöhnlicher Theater- und Tanzereignisse im Haus der Berliner Festspiele - führt unter dem diesjährigen Motto “Paradies jetzt” in Klangräume, die ins Innere horchen lassen, erzählt von Flower Power in der Sowjetära, spielt Theater als verrücktes Fest der Hoffnung für die Lebenden und Toten, wagt Tanzbilder von ungeheurer Schönheit und ein kleines Paradies kindlicher Farbenspiele als gleichnamige Installation: Paradies jetzt - eine Behauptung, so wunderbar, wie sie nur das Theater erfinden kann.” (Brigitte Fürle, Künstlerische Leiterin des Festivals)

STIFTERS DINGE - SPIELZEIT EUROPA 07.10.2007 bis 13.10.2007
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Die Deutschlandpremiere des genreübergreifenden Musiktheaters von Heiner Goebbels zeichnet sich oft durch “Abwesenheit” aus. In “Black on White” fehlt der Hauptdarsteller, in “Eislermaterial” bleibt die Bühne leer und in Eraritjaritjaka überlässt der Schauspieler nach 20 Minuten das Publikum sich selbst.

In seinem neuen Projekt führt Heiner Goebbels diesen Ansatz noch einen Schritt weiter. Es entsteht Theater zwischen Performance und Rauminstallation. Ein Ort, der Geräusche, Projektionen, Spiegelungen und Klänge von sich gibt: von der Decke hängende und im Raum stehende Pianos, die von alleine spielen, ein Universum sich bewegender Objekte und Maschinen, die im poetischen Zusammenspiel beim Betrachter immer wieder neue Bedeutungen entstehen lassen. Eine Musiktheatermaschine als Bild- und Klangraum, in dem die Zuschauer die Akteure, die Subjekte sind.

Heiner Goebbels auf die Frage nach der Abwesenheit von Protagonisten in seinem Projekt: “Ich bin damit auf der Suche nach einer Alternative zur klassischen Vorstellung von Präsenz und Intensität, die mir als Zuschauer oft die Luft abschnürt. … Ich hatte bisher das Glück immer mit großartigen Darstellern arbeiten zu können: mit den Schauspielern André Wilms, Josef Bierbichler, Ernst Stötzner, den Darstellerinnen in ,Hashirigaki’, den Musikern des Ensemble Modern und vielen anderen. Deshalb möchte ich jetzt einmal vor allem all den Elementen einen besonderen Tribut zollen, die Theater auch ausmachen. Ich rolle quasi den roten Teppich aus für all die phantastischen Maschinerien und Instrumente, die normalerweise nur eine dienende, unterstützende Rolle im Theater spielen, aber wesentlich für die Raumwahrnehmung, das Licht, den Klang, die Bilder verantwortlich sind – und ich möchte sehen, ob das unsere Imagination anregt .… Es ist mein Respekt für die Dinge.”

Bühne, Licht, Video: Klaus Grünberg
Eine Produktion von Théâtre Vidy-Lausanne E.T.E.
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THE SOUND OF SILENCE - SPIELZEIT EUROPA 10.11.2007 bis 13.11.2007
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Die Utopien der 68er – Woodstock, Simon & Garfunkel, Träume von Frieden, Liebe und einer besseren Welt …

Mireille Mathieu Konzertkarten

Alvis Hermanis, wundersamer Regiekünstler aus Riga, und Monika Pormale, Erfinderin ebensolcher Bühnenräume, sowie das außergewöhnliche Schauspieler-Ensemble des Neuen Rigaer Theaters, das Hermanis seit 1997 leitet, drehen die Zeit um 40 Jahre zurück und zeigen die Alten aus dem weltweit gefeierten Erfolgsstück Langes Leben, als sie jung waren und im Lettland der Sowjet-Ära in ihren Kommunalwohnungen die Wohngemeinschaften des Ostens lebten. Ein Stück ohne Worte mit Musik von Simon & Garfunkel, das in Berlin bei “spielzeit’europa” zur Uraufführung gelangt.

Regie: Alvis Hermanis
Bühne und Kostüme: Monika Pormale
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LES PARAVENTS - SPIELZEIT EUROPA 18.12.2007 bis 19.12.2007
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Ein Theaterstück von Jean Genet als Koproduktion von Le Quartz – Scène Nationale de Brest, Le Théâtre National de la Colline, Setagaya Public Theatre Tokio, Marionettentheater Youkiza, Festival d’Avignon

< "Les Paravents ist ein monströses Stück mit 96 Figuren, der Simultaneität einzelner Szenen, dem Überfliegen eines Kriegsgebiets und Dialogen zwischen dem Reich der Toten und dem Reich der Lebenden. Darin allein liegt schon die Unmöglichkeit seiner Aufführung. Aber diese hat sich möglicherweise mit meiner Erfahrung als Zuschauer des Bunraku aufgelöst. Ich inszeniere Les Paravents mit einer stark verkleinerten Besetzung: Nur die drei Hauptrollen werden von Schaupielern gespielt, alle anderen Rollen übernehmen die vier Puppenspielmeister der Compagnie Youkiza sowie zwei französische Erzähler. Für Genet sind Les Paravents der Traum oder eine Vision von Theater. ,Ein Fest, gewidmet den Lebenden wie den Toten.' Es ist aber auch eine Komödie." (Fréderic Fisbach)

Regie: Frédéric Fisbach
Bühne: Emmanuel Clolus
Musik und Sounddesign: Thierry Fournier
Kostüme: Olga Karpinsky
Licht: Daniel Lévy
Mit Valérie Blanchon, Laurence Mayor, Christophe Brault, Giuseppe Molino, Benoît Résillot und dem Marionettentheater Youkiza, Tokio
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
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PUSH - SPIELZEIT EUROPA 29.01.2008 bis 30.01.2008
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“Solo” mit Sylvie Guillem, Musik: Carlos Montoya
“Shift” mit Russell Maliphant, Musik: Shirley Thomson
“Two” mit Sylvie Guillem, Musik: Andy Cowton
“Push” mit Sylvie Guillem und Russell Maliphant, Musik: Andy Cowton

Für Sylvie Guillem, seltener Paradiesvogel von unverwechselbarer Schönheit und eine der größten klassischen Tänzerinnen ihrer Generation, schufen Choreografen wie John Neumeier, Mats Ek, Maurice Béjart und William Forsythe Soli. In dem Tänzer und Choreografen Russell Maliphant, dem Star der boomenden britischen Tanzwelt, fand sie einen kongenialen Partner. Im Zentrum des vierteiligen Abends, der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde (unter anderem den Laurence Olivier Award für Best New Dance), steht das Duo Push in dem Sylvie Guillem nun zum ersten Mal in Berlin gemeinsam mit Maliphant auf der Bühne zu erleben ist.

Choreografie: Russell Maliphant
Lichtdesign: Michael Hulls
Produktion Sadler’s Wells in Zusammenarbeit mit Russell Maliphant und Sylvie Guillem
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Howard Carpendale Konzertkarten

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